UNSER BACKWERK BEKOMMT ZEIT

7 Schritte zum Kasses-Brotgenuss

Brot besteht aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe – scheinbar ein sehr einfaches Erzeugnis. Genau diese Einfachheit erfordert aber ein hohes Maß an Wissen und Können. Mit der  Rückbesinnung auf die traditionelle Backkultur hat Kasses schon lange einen Schritt nach vorne getan. Die Basis für die hochqualitativen Backwaren sind die 7 Schritte zum Kasses-Brotgenuss:

SCHRITT 1

Wir nehmen uns Zeit
für beste Zutaten

Damit aus einem einfachen Grundnahrungsmittel ein wahres Genussmittel werden kann, braucht es vor allem beste Zutaten. Für das Gelingen des Brotes ist neben Salz, Hefe und Wasser die Auswahl des Mehls entscheidend. Erich Kasses überlässt dabei nichts dem Zufall, wurde auch zum Landwirt, und baut Roggen für seine Brote selbst an. Er selektiert die Getreidesorten nach besonderen Backeigenschaften und setzt dabei vor allem auf alte, regionale Vollkorn-Spezialitäten wie zum Beispiel den Champagner-Roggen.

SCHRITT 2

Wir nehmen uns Zeit
für kultivierte Sauerteige

Das Geheimnis der reichhaltigen Aromen und der einzigartigen Konsistenz der Kasses-Brote liegt in den selbstgeführten Roggen-Sauerteigen und Weizen-Vorteigen. „Alle acht Stunden muss ich meine Haustiere füttern“, damit meint Erich Kasses die Milchsäurebakterien im Sauerteig. Dieser bekommt 24 Stunden Zeit und wird alle 8 Stunden mit Mehl und Wasser versorgt. Der Weizenvorteig bekommt sogar bis zu 72 Stunden Ruhezeit in der Reifekammer, um sich gehaltvoll zu entwickeln. Diese zeitintensiven Fermentationsprozesse machen es möglich, Brotspezialitäten ohne Backzusätze und Stabilisatoren herzustellen.

SCHRITT 3

Wir nehmen uns Zeit
für sorgsame Teigbereitung

Das erste schonende Vermengen aller erforderlichen Rohstoffe für die Weizen-Produkte braucht die richtige Temperatur und viel Zeit, damit das Mehl das Wasser vollständig
aufnehmen (Quellen) kann. Dieser sogenannte Vorteig bildet die Aromavorstufe für hochwertige Weiß-Brote und wird bei der anschließenden Hauptteigbereitung mit Hefe sowie dem restlichen Mehl, Wasser und Malz im Kessel schonend geknetet. In der Teigruhephase bilden sich durch die Hefegärung die Aromen aus. Das ist zugleich der Schlüsselmoment für die Ausbildung der Teigeigenschaften und den Kasses-Brotgenuss. Die Roggen-Sauerteige dürfen im Holzfass verquellen. Die sogenannten Brühstücke/Kochstücke werden durch kochendes Wasser zum Sterz, der schlussendlich dem Brot seinen saftigen Geschmack und lange Haltbarkeit verleiht.

SCHRITT 4

Wir nehmen uns Zeit
für die teigreife Aufarbeitung

Sobald der Teig seine optimale Teigreife erreicht hat, wird er für die Weiterverarbeitung in kleinere Teigstücke geteilt und abgewogen. Nach dem Teilen erfolgt eine kurze Teigruhe, die sogenannte Gare. Der Teig wird ein letztes Mal mit der Hand gewalkt und rundgewirkt. Dabei werden Luftlöcher und Gärblasen ausgeknetet. Damit der Teig entspannt und besser weiterverarbeitet werden kann, benötigen die rundgewirkten Teigstücke vor der weiteren Formgebung eine Zwischengare.

SCHRITT 5

Wir nehmen uns Zeit
für handwerkliche Formgebung

Bei Kasses wird der Rundling noch per Hand geformt. „Die Handsemmel ist die Unterschrift des wahren Bäckers! Täglich formen wir 300 Semmeln und noch viele Produkte mehr per Hand.“ Als „Slow Baker“ lagert Kasses die Teiglinge in gekühlten Räumen bis zu 24 Stunden – rund zehnmal so lang wie normalerweise üblich. Jedes Gebäck entwickelt, aufgrund des langen enzymatischen Abbaus der Stärke, dabei sehr aromatische Geschmackstoffe und es wird dadurch ohne Zusatzstoffe eine längere Frischhaltung erreicht.

SCHRITT 6

Wir nehmen uns Zeit
für erfahrene Backvorbereitung

Die Vorbereitung der Teiglinge für die Ofenbeschickung beginnt, wenn die gewünschte Gärreife erreicht ist. Kurz vor dem Einschießen der Teiglinge in den Ofen ritzt der Bäcker mit einem Messer die Oberfläche ein. Die Schnittstellen springen später im Ofen auf und bilden die Brotoberfläche mit mehr oder weniger Krustenanteil.

SCHRITT 7

Es ist Zeit,
zu Backen

Brot backen ist ein Handwerk – ein gutes Brot zu backen, dagegen Kunst! Der Backvorgang braucht viel Erfahrung und Gefühl. Eine hohe Anfangstemperatur sorgt für eine schnelle Krustenbildung; das Backen bei fallender Temperatur vermeidet eine zu starke Krustenbräunung. Im Backofen kommen jetzt auch die während der Teigreifung entstandenen  Aromavorstufen voll zur Geltung und werden zu verführerischen, stark duftenden Aromastoffen. Sie machen frisches Brot so unwiderstehlich.